Archiv für den March, 2007

hirnblutung. Die zweite.

Tuesday, March 27th, 2007

Liebe Philo-Interessierte

Am Mittwoch, 4. April, findet um 20:00 im Cabaret Voltaire die zweite hirnblutung statt. Von den Rahmenbedingungen her bleibt alles beim Alten. Das heisst, nehmt bitte wieder selber Getränke und einen Fünfliber mit.

Ich hoffe sehr, dass sich möglichst viele von jenen, die schon beim ersten Mal dabei waren, wieder einfinden werden. Aber auch all jene, die es nicht geschafft haben, sind natürlich herzlich eingeladen, sich hirnblutung einmal anzutun und das ihre zur Ausgestaltung des Abends beizutragen. Ich werde mir meinerseits noch einmal überlegen, inwiefern wir den Anlass mit ein paar diskursiven Spezialeffekten etwas reisserischer gestalten können… ,-)
Und wer schon vorweg für etwas intellektuellen Aufruhr sorgen will, kann unter der folgenden Adresse einen thematischen Vorschlag für die Debatte posten. Ich werde wieder mit gutem Beispiel artig voran gehen.

http://hirnblut.elenchos.ch/?p=39

Ich freu mich auf eure Teilnahme.

Liebe Grüsse - imre

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hirnblutung. Die erste. Die Zusammenfassung.

Tuesday, March 13th, 2007

Auf mehr oder weniger allgemeinen Wunsch der Anwesenden hin, versuche ich mich hier in einer Zusammenfassung unserer ersten gemeinsamen Diskussionsrunde. Vielleicht hat ja auch der eine oder die andere Nichterschienene etwas davon. (more…)

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Mail an Otto Grosskopf, Kaufmännischer Direktor des Zürcher Opernhauses

Tuesday, March 13th, 2007

Betreff: urheberrechtsklage gegen opera calling
sehr geehrter herr grosskopf

ich habe heute ihre stellungnahme zu “opera calling” im 20minuten gelesen und muss gestehen, dass ich sehr enttäuscht war. denn bisher hatte ich vermutet, dass es sich dabei um eine raffinierte pr-aktion des opernhauses handeln könnte. schliesslich reicht das mediale echo der aktion beinahe an jenes auf herrn pereiras privatleben heran. anstatt die gelegenheit zu einem imagegewinn zu nutzen und den angefixten telefonhörerInnen den unvergleichlich sinnlicheren besuch der oper vor ort zu empfehlen, ziehen sie es offensichtlich vor, in sämtliche fettnäpfchen zu trampeln, die ihnen die aktion nahe legt, indem sie das vorurteil der exklusiven und elitären hochkultur verbissen bestätigen und mit den selben vergeblichen - und im falle einer urheberrechtsklage geradezu peinlichen - mitteln bekämpfen wollen, wie es die musikindustrie angesichts des filesharings tut (mit dem unterschied, dass filesharing die musikindustrie faktisch bedroht, während die computergenerierten telefonübertragungen werbung für ihr haus machen). und indem sie die von der aktion bloss behaupteten machtverhältnisse explizit geltend machen, haben sie der inszenierung von bitnik erst ihren segen erteilt. die künstler werden es ihnen danken. (oder sollte es sich bei ihren drohgebärden auch bloss um einen weiteren akt in einer beiderseits bestens koordinierten pr-aktion handeln? so im sinne der solidarität zwischen zwei künstlerische institutionen…)

herzliche grüsse - imre hofmann

Hier der 20minuten-Artikel vom 13. März 2007:

Künstler mit Wanzen – bei Anruf Oper

Wanzen im Opernhaus sorgen für Aufregung: Weil eine Künstlergruppe die Inszenierungen heimlich auf hunderte Zürcher Telefonanschlüsse überträgt, prüft das Kulturhaus rechtliche Schritte.

Während am Freitagabend Puccinis «La Bohème» am Opernhaus aufgeführt wurde, klingelte bei 120 Zürchern das Telefon. Eine weibliche Stimme mit italienischem Akzent verkündete: «Dies ist das autonome Telefon. In wenigen Sekunden werden Sie live ins Opernhaus verbunden.»
Was soll das? «Wir haben drei Wanzen im Saal versteckt», sagte Doma Smoljo von der Künstlergruppe. Per Funk werde die musikalische Darbietung an einen Computer übermittelt, der im Keller des Cabaret Voltaire im Niederdorf stehe. Ein Zufallsgenerator rufe dann Nummern aus dem Telefonbuch an und beschere den Auserwählten unverhofft einen vergnüglichen Opernabend.

Weniger amüsiert über die Live-Schaltungen aus dem eigenen Haus zeigt man sich an der Oper: «Wir fordern die Verantwortlichen auf, die Aktion sofort zu stoppen», sagt der Kaufmännische Direktor Otto Grosskopf. Man habe bereits einen Anwalt eingeschaltet und schrecke nötigenfalls nicht davor zurück, die Künstler wegen Urheberrechtsverletzung einzuklagen. Bei den Kulturschaffenden beisst Grosskopf aber auf Granit. Man denke nicht daran, die Aktion abzubrechen.

Derweil ist das Opernhaus-Personal auf Spionensuche geschickt worden: «Sollten die Wanzen nicht bald entfernt werden, stellen wir den Verantwortlichen die Suche in Rechnung.»

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