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Live bei rebell.tv oder so siehts aus, wenn ein praktischer Philosoph, seine Gedanken zu ordnen versucht

Am letzten Freitag wurde ich von Philipp Meier eingeladen, den Stefan aka sms von rebell.tv während seines Einsatzes als Social Worker in Residence im Cabaret Voltaire zu besuchen, da dieser gerne einmal mit mir reden wolle. Blauäugig wie ich immer noch bin, habe ich mich also ohne viel zu überlegen ins Cabaret Voltaire begeben und sah mich unversehens von Kamera, Mikrofon und Laptop eingekesselt. Während Stefan mich in aller Selbstverständlichkeit und Unbekümmertheit ins Kreuzverhör nahm, sah ich mich in die Lage versetzt, meine Gedanken in möglichst publizier- und zitierfähiger Weise auf Hochdeutsch artikulieren zu müssen. Immerhin gelang es mir noch meine eigene Multimediaartillerie in Bewegung zu setzen und zurückzuschiessen.

Wer also zusehen möchte, wie ich mir vor laufender Kamera Antworten auf die Fragen nach meinem Selbstverständnis als praktischem Philosophen und zu dem, was ich im Cabaret Voltaire so treibe, aus den Fingern sauge, kann dies hier tun.

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hirnblutung :: die Siebte :: die Zusammenfassung :: Wie vertragen sich Aufklärung und Religiosität?

Da die letzte Diskussion schon wieder eine Weile zurück liegt und weil ich selber versucht war, die Argumente ein wenig systematisch zu ordnen, will ich nicht dafür garantieren, dass der Text den Gesprächsverlauf korrekt wieder gibt. Ich hoffe, dass er das wenigstens sinngemäss tut. Ich hab mich zugegebenermassen ein wenig schwer mit ihm getan.
Die Diskussion unterschied sich im Vergleich zu den vorangegangen dadurch, dass einige der Anwesenden schon relativ klare Ansichten zum Thema hatten und diese auch in die Debatte einbrachten. Das trifft übrigens auch auf mich als Verfasser dieses Textes zu.
Das lag wohl nicht zuletzt daran, dass wir mangels Alternativen über das von mir im Netz vorgeschlagene Thema diskutierten. Ich hatte die Fragestellung folgendermassen formuliert:
„Kann man in der aufgeklärten Welt noch religiös/spirituell sein, ohne sich wieder hinter die Einsichten der kritischen Vernunft zurück zu begeben? Und wenn ja, wie?
Im Zuge des reaktionären Backlashs ist allerorts vom Revival der Religionen der Rede. Das könnte uns ja egal sein, wenn uns nicht auch im Privaten plötzlich vermehrt Menschen begegnen würden, die uns zu unserem grossen Erstaunen ihren Glauben bekennen. Also statt das Phänomen mit Desinteresse zu bestrafen, wäre es vielleicht angebracht, sich wieder einmal damit auseinanderzusetzen und sich dabei auch der eigenen Positionen zu vergewissern.
Die philosophische Aufklärung bezog einen grossen Teil ihres Antriebs aus der Bekämpfung religiöser Dogmen und Vorurteile, denen sie den mündigen Gebrauch der Vernunft entgegen setzte. Lässt sich Religiosität mit einem aufgeklärten Bewusstsein verbinden oder gibt es fundamentale Widersprüche, die einen dazu zwingen, religiöse oder spirituelle Überzeugungen und Ambitionen zugunsten eines aufgeklärt-atheistischen Weltbildes aufzugeben? Wie könnte/müsste eine aufgeklärte und undogmatische Religiosität aussehen?“ Weiterlesen »

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hirnblutung :: die Fünfte :: die Zusammenfassung :: Wie steht es um die Autonomie der Kunst?

Zu meiner Freude sind letzten Mittwoch wieder einmal etwas mehr Leute erschienen, was zu einer relativ bunten Mischung von TeilnehmerInnen führte. Zur Diskussion standen zwei respektive drei Themen. Zum einen gab es meinen schon im Netz platzierten Vorschlag über das Konzept der Kunstautonomie zu diskutieren. Dann wurde die Frage eingebracht, ob sich der Mensch durch irgend ein Merkmal (beispielsweise so etwas wie eine Seele) in einer Weise von der übrigen Natur unterscheidet, dass er sich von ihr fundamental bzw. qualitativ und nicht bloss graduell abhebt. Der dritte, jedoch wieder zurück gezogene Vorschlag wollte der Frage nachgehen, wie die Menschheit mit ihren Ressourcen umzugehen habe, insbesondere mit Wasser und Öl. Das wie immer hochkomplexe Abstimmungsprozedere ergab einen knappen Entscheid zugunsten meines Vorschlages. Ich hatte ihn im Vorfeld schon formuliert und zitiere ihn daher hier nochmals:

“Wie steht es um die Autonomie der Kunst?

Der erwähnte aktuelle Anlass besteht darin, dass Philipp Meier, Direktor des Cabaret Voltaire, implizit mit der Kündigung gedroht wurde, da er in seinem Haus wiederholt allzu ‚provokativen’ künstlerischen Arbeiten Raum geboten hat. Die Hirschhorn-Affäre um die Pro Helvetia-Stiftung wirft jedoch im Prinzip dieselben Fragen auf. Weiterlesen »

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