Mon. 10. Sep. 2007 06:31 PM
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Nichtstun, philo mit der kettensäge, Philosophiemassaker und Selbstoptimierung
Auch diese Bilder sprechen grösstenteils für sich, wobei das eine oder andere möglicherweise nur für die Anwesenden Sinn macht. Auf jeden Fall wird deutlich, dass der Abend trotz stressigem Multitasking und angestrengtem Wetteifern auch seine unterhaltsamen Momente hatte. Hoffen wir, dass es nicht dabei blieb. Dank an Örjan für die Fotos.

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Mon. 30. Jul. 2007 01:34 PM
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Donnerstag, 30. August, 20:00, Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, Zürich. Eintritt: 15.-
Schluss mit den schöngeistigen Wohlfühl- und Schmuseveranstaltungen! Philosophie muss auch weh tun können. Wir denken bis Blut fliesst!
Volume V: Die Kunst des Rumgammelns
Gestalte dein Leben! Verwirkliche deine Ziele! Arbeite an deiner Persönlichkeit! Und: Geniesse deine Freizeit!
Wie kommts, dass wir, wenn wir gerade mal nicht ums nackte Überleben kämpfen, uns dem ständigen Terror der Selbstoptimierung aussetzen und vom Yoga zur Abendschule, vom Partyexzess zur Therapie hetzen? Wartet das Glück nicht unterm Kopfkissen?
Unsere Gesellschaft scheint getrieben von einem Ethos der ständigen Geschäftigkeit, der zunehmenden Produktivität und des unaufhörlichen Fortschritts. Nichts zu tun, sich mit Unnützem abzugeben oder sich mit dem Erreichten zu begnügen gilt dagegen als anrüchig, ja schon beinahe als moralisch verwerflich. Diese Haltung schlägt sich mit unverminderter Vehemenz auf der Ebene des individuellen Lebens nieder, wo die Anforderungen an den einzelnen Menschen ständig zunehmen. Und dies nicht nur im Berufsleben, sondern auch im Privaten. Selbst, oder vielleicht gerade wenn es um unser persönliches Glück geht, sehen wir uns dem allgegenwärtigen Imperativ ausgesetzt, möglichst alles zu tun um möglichst viel heraus-zuholen. Mit Eifer und Beflissenheit gehen wir den unterschiedlichsten Beschäftigungen nach, von denen wir uns erhoffen, dass sie uns ein lustvolleres und erfüllteres Leben bescheren. Und wir arbeiten hart an uns selbst, um den Anforderungen zu genügen, die das Glück in der Gestalt von Freizeit, Beziehungen, Gesundheit, Wohlstand oder sozialer Anerkennung an uns stellt. Absurderweise führen diese Anstrengungen jedoch häufig gerade zum gegenteiligen Effekt und zu so perversen Konsequenzen wie Burnout, Selbstausbeutung oder dem Phänomen des Freizeitstresses. Spätestens dann stellt sich die Frage, wozu das Ganze? Was läuft schief beim ehrgeizigen Projekt der Selbstverwirklichung? Sollte es nicht zugunsten des verschmähten Rumgammelns und -trödelns abgebrochen werden? Und falls ja, sind wir über-haupt noch dazu in der Lage, uns dem Genuss der Untätigkeit hinzugeben? All diesen Fragen und noch vielen mehr werden wir in gewohnt unkonventioneller Manier auf die Pelle rücken.
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