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Live bei rebell.tv oder so siehts aus, wenn ein praktischer Philosoph, seine Gedanken zu ordnen versucht

Am letzten Freitag wurde ich von Philipp Meier eingeladen, den Stefan aka sms von rebell.tv während seines Einsatzes als Social Worker in Residence im Cabaret Voltaire zu besuchen, da dieser gerne einmal mit mir reden wolle. Blauäugig wie ich immer noch bin, habe ich mich also ohne viel zu überlegen ins Cabaret Voltaire begeben und sah mich unversehens von Kamera, Mikrofon und Laptop eingekesselt. Während Stefan mich in aller Selbstverständlichkeit und Unbekümmertheit ins Kreuzverhör nahm, sah ich mich in die Lage versetzt, meine Gedanken in möglichst publizier- und zitierfähiger Weise auf Hochdeutsch artikulieren zu müssen. Immerhin gelang es mir noch meine eigene Multimediaartillerie in Bewegung zu setzen und zurückzuschiessen.

Wer also zusehen möchte, wie ich mir vor laufender Kamera Antworten auf die Fragen nach meinem Selbstverständnis als praktischem Philosophen und zu dem, was ich im Cabaret Voltaire so treibe, aus den Fingern sauge, kann dies hier tun.

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Die Bilder zum fünften Philosophiemassaker

Auch diese Bilder sprechen grösstenteils für sich, wobei das eine oder andere möglicherweise nur für die Anwesenden Sinn macht. Auf jeden Fall wird deutlich, dass der Abend trotz stressigem Multitasking und angestrengtem Wetteifern auch seine unterhaltsamen Momente hatte. Hoffen wir, dass es nicht dabei blieb. Dank an Örjan für die Fotos.

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Philo mit der Kettensäge. Das Zürcher Philosophiemassaker. Volume V

Donnerstag, 30. August, 20:00, Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, Zürich. Eintritt: 15.-

Schluss mit den schöngeistigen Wohlfühl- und Schmuseveranstaltungen! Philosophie muss auch weh tun können. Wir denken bis Blut fliesst!

Volume V: Die Kunst des Rumgammelns

Gestalte dein Leben! Verwirkliche deine Ziele! Arbeite an deiner Persönlichkeit! Und: Geniesse deine Freizeit!
Wie kommts, dass wir, wenn wir gerade mal nicht ums nackte Überleben kämpfen, uns dem ständigen Terror der Selbstoptimierung aussetzen und vom Yoga zur Abendschule, vom Partyexzess zur Therapie hetzen? Wartet das Glück nicht unterm Kopfkissen?

Unsere Gesellschaft scheint getrieben von einem Ethos der ständigen Geschäftigkeit, der zunehmenden Produktivität und des unaufhörlichen Fortschritts. Nichts zu tun, sich mit Unnützem abzugeben oder sich mit dem Erreichten zu begnügen gilt dagegen als anrüchig, ja schon beinahe als moralisch verwerflich. Diese Haltung schlägt sich mit unverminderter Vehemenz auf der Ebene des individuellen Lebens nieder, wo die Anforderungen an den einzelnen Menschen ständig zunehmen. Und dies nicht nur im Berufsleben, sondern auch im Privaten. Selbst, oder vielleicht gerade wenn es um unser persönliches Glück geht, sehen wir uns dem allgegenwärtigen Imperativ ausgesetzt, möglichst alles zu tun um möglichst viel heraus-zuholen. Mit Eifer und Beflissenheit gehen wir den unterschiedlichsten Beschäftigungen nach, von denen wir uns erhoffen, dass sie uns ein lustvolleres und erfüllteres Leben bescheren. Und wir arbeiten hart an uns selbst, um den Anforderungen zu genügen, die das Glück in der Gestalt von Freizeit, Beziehungen, Gesundheit, Wohlstand oder sozialer Anerkennung an uns stellt. Absurderweise führen diese Anstrengungen jedoch häufig gerade zum gegenteiligen Effekt und zu so perversen Konsequenzen wie Burnout, Selbstausbeutung oder dem Phänomen des Freizeitstresses. Spätestens dann stellt sich die Frage, wozu das Ganze? Was läuft schief beim ehrgeizigen Projekt der Selbstverwirklichung? Sollte es nicht zugunsten des verschmähten Rumgammelns und -trödelns abgebrochen werden? Und falls ja, sind wir über-haupt noch dazu in der Lage, uns dem Genuss der Untätigkeit hinzugeben? All diesen Fragen und noch vielen mehr werden wir in gewohnt unkonventioneller Manier auf die Pelle rücken.

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Die Bilder zum vierten Philosophiemassaker

Trotz des sommerlichen Wetters und trotz des unüberbrückbaren Dilemmas, dass sich gerade SpiesserInnen am wenigsten veranlasst sehen, über ihre eigene Spiessigkeit nachzudenken, fanden am vierten Zürcher Philosophiemassaker doch einige mutige Gäste zur leidenschaftlichen intellektuellen (und performativen) Auseinandersetzung mit dem Thema zusammen.

Ich würde sagen, die Bilder sprechen für sich selber. Dank an Örjan fürs Fotografieren.

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