Sun. 18. Nov. 2007 08:38 PM
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Aufklärung, ökonomisierung, Elenchos, hirnblutung, Ideologiekritik, philo mit der kettensäge, Philosophiemassaker und Rebell.tv
Am letzten Freitag wurde ich von Philipp Meier eingeladen, den Stefan aka sms von rebell.tv während seines Einsatzes als Social Worker in Residence im Cabaret Voltaire zu besuchen, da dieser gerne einmal mit mir reden wolle. Blauäugig wie ich immer noch bin, habe ich mich also ohne viel zu überlegen ins Cabaret Voltaire begeben und sah mich unversehens von Kamera, Mikrofon und Laptop eingekesselt. Während Stefan mich in aller Selbstverständlichkeit und Unbekümmertheit ins Kreuzverhör nahm, sah ich mich in die Lage versetzt, meine Gedanken in möglichst publizier- und zitierfähiger Weise auf Hochdeutsch artikulieren zu müssen. Immerhin gelang es mir noch meine eigene Multimediaartillerie in Bewegung zu setzen und zurückzuschiessen.
Wer also zusehen möchte, wie ich mir vor laufender Kamera Antworten auf die Fragen nach meinem Selbstverständnis als praktischem Philosophen und zu dem, was ich im Cabaret Voltaire so treibe, aus den Fingern sauge, kann dies hier tun.
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Mon. 10. Sep. 2007 06:31 PM
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Nichtstun, philo mit der kettensäge, Philosophiemassaker und Selbstoptimierung
Auch diese Bilder sprechen grösstenteils für sich, wobei das eine oder andere möglicherweise nur für die Anwesenden Sinn macht. Auf jeden Fall wird deutlich, dass der Abend trotz stressigem Multitasking und angestrengtem Wetteifern auch seine unterhaltsamen Momente hatte. Hoffen wir, dass es nicht dabei blieb. Dank an Örjan für die Fotos.

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Mon. 30. Jul. 2007 01:34 PM
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Nichtstun, philo mit der kettensäge, Philosophiemassaker und Selbstoptimierung
Donnerstag, 30. August, 20:00, Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, Zürich. Eintritt: 15.-
Schluss mit den schöngeistigen Wohlfühl- und Schmuseveranstaltungen! Philosophie muss auch weh tun können. Wir denken bis Blut fliesst!
Volume V: Die Kunst des Rumgammelns
Gestalte dein Leben! Verwirkliche deine Ziele! Arbeite an deiner Persönlichkeit! Und: Geniesse deine Freizeit!
Wie kommts, dass wir, wenn wir gerade mal nicht ums nackte Überleben kämpfen, uns dem ständigen Terror der Selbstoptimierung aussetzen und vom Yoga zur Abendschule, vom Partyexzess zur Therapie hetzen? Wartet das Glück nicht unterm Kopfkissen?
Unsere Gesellschaft scheint getrieben von einem Ethos der ständigen Geschäftigkeit, der zunehmenden Produktivität und des unaufhörlichen Fortschritts. Nichts zu tun, sich mit Unnützem abzugeben oder sich mit dem Erreichten zu begnügen gilt dagegen als anrüchig, ja schon beinahe als moralisch verwerflich. Diese Haltung schlägt sich mit unverminderter Vehemenz auf der Ebene des individuellen Lebens nieder, wo die Anforderungen an den einzelnen Menschen ständig zunehmen. Und dies nicht nur im Berufsleben, sondern auch im Privaten. Selbst, oder vielleicht gerade wenn es um unser persönliches Glück geht, sehen wir uns dem allgegenwärtigen Imperativ ausgesetzt, möglichst alles zu tun um möglichst viel heraus-zuholen. Mit Eifer und Beflissenheit gehen wir den unterschiedlichsten Beschäftigungen nach, von denen wir uns erhoffen, dass sie uns ein lustvolleres und erfüllteres Leben bescheren. Und wir arbeiten hart an uns selbst, um den Anforderungen zu genügen, die das Glück in der Gestalt von Freizeit, Beziehungen, Gesundheit, Wohlstand oder sozialer Anerkennung an uns stellt. Absurderweise führen diese Anstrengungen jedoch häufig gerade zum gegenteiligen Effekt und zu so perversen Konsequenzen wie Burnout, Selbstausbeutung oder dem Phänomen des Freizeitstresses. Spätestens dann stellt sich die Frage, wozu das Ganze? Was läuft schief beim ehrgeizigen Projekt der Selbstverwirklichung? Sollte es nicht zugunsten des verschmähten Rumgammelns und -trödelns abgebrochen werden? Und falls ja, sind wir über-haupt noch dazu in der Lage, uns dem Genuss der Untätigkeit hinzugeben? All diesen Fragen und noch vielen mehr werden wir in gewohnt unkonventioneller Manier auf die Pelle rücken.
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Sun. 29. Apr. 2007 08:58 PM
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philo mit der kettensäge und Philosophiemassaker
Trotz des sommerlichen Wetters und trotz des unüberbrückbaren Dilemmas, dass sich gerade SpiesserInnen am wenigsten veranlasst sehen, über ihre eigene Spiessigkeit nachzudenken, fanden am vierten Zürcher Philosophiemassaker doch einige mutige Gäste zur leidenschaftlichen intellektuellen (und performativen) Auseinandersetzung mit dem Thema zusammen.
Ich würde sagen, die Bilder sprechen für sich selber. Dank an Örjan fürs Fotografieren.
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Fri. 02. Feb. 2007 10:49 AM
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Philosophiemassaker und Spiesser
Donnerstag, 26. April, 20:00, Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, Zürich. Eintritt: 15.-
Schluss mit den schöngeistigen Wohlfühl- und Schmuseveranstaltungen! Philosophie muss auch weh tun können. Wir denken bis Blut fliesst!
Volume 4: Keine Macht dem Spiesser!
Und wieder einmal hat sich das Böse klammheimlich herangeschlichen. Während wir die amerikanischen Neocons noch in der Ferne wähnten, liessen wir uns von ein paar drögen Banken und Feuilletonisten weismachen, die Neue Bürgerlichkeit sei sexy und Ordnung muss sein. Nun müssen wir uns mit Kant fragen: „Was tun mit der Wohnwand im Kopf?“ Zerlegen oder abfackeln?
Nicht umsonst heisst es, trau keinem über dreissig! Schliesslich muss, wer diese Altersschwelle überschritten hat, nicht nur mit erhöhtem Krebsrisiko rechnen, sondern läuft auch vermehrt Gefahr, die ungestümen und idealistischen Träume der Jugend zugunsten von pragmatischen Überlegungen und bequem eingerichteten Eigenheimen zu verscherbeln. Und seitdem der globale Backlash einige längst in den Geschichtsbüchern begraben geglaubte Wertvorstellungen wieder schick sein lässt, kann man der um sich greifenden Biederkeit kaum mehr entrinnen.
Dabei wissen wir doch alle, dass es absolut nichts Schlimmeres gibt, als als bünzlige Spiesser im Sud unserer pedantischen Prinzipien und kleinlichen Vorurteile zu schmoren. In den kümmerlichen Restbeständen unserer einstmals grossartig verträumten Seele spüren wir doch die Zwangsjacke der eigenen Engstirnigkeit und der gesellschaftlichen Normierung aufs Mittelmass. Was soll man also tun, wenn man sich selber dem gefürchteten Alter nähert oder es gar schon überschritten hat? Muss die Antwort zwingend Selbstmord lauten? Oder lässt sich dem Übel auch anders beikommen? Gibt es vielleicht doch ein wirksames Heilmittel gegen die Seuche der allmählichen Verspiesserung?
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Wed. 24. Jan. 2007 09:05 PM
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Letzte Absprachen des Managements vor Eröffnung der Generalversammlung.
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Wed. 23. Aug. 2006 11:19 AM
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Ökonomie, Kapitalismus und Philosophiemassaker
Donnerstag, 14. September, 20:00, Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, Zürich.
Volume 3: Überleben im Kapitalismus
Neu! Mit richtiger Kettensäge!
Ok. Die Revolution ist gescheitert, die Chefideologen wurden der Spiessigkeit überführt und die breiten Massen haben den Aufstand verschlafen. Die Verantwortlichen des Philosophiemassakers gestanden ihr Scheitern ein und meldeten Konkurs an. Die verbleibenden Querdenker wurden von STHIL gekauft und verwenden ihren kritischen Geist nun auf die Suche nach innovativen Produktideen.
Das Philosophiemassaker wird als Kulturevent neu positioniert. Aus der dilettantischen Hobbyübung wird ein trendy Werbeträger für urbane Freizeitrevoluzzer, die statt des Sturmgewehrs die Kettensäge im Kleiderschrank stehen haben.
In Folge der profitorientierten Neuausrichtung werden wir uns daher mit der Frage beschäftigen, wie wir uns am besten mit dem System arrangieren, ohne dabei allzu sehr aus der Rosette zu bluten.
Eintritt: ab 11.-
Der Anlass im Cabaret Voltaire ist Teil meiner aktuellen Versuchsreihe, neue Formen praktischer Philosophie zu entwickeln, mit denen sich auch ein nichtakademisches Publikum ansprechen lässt. Das Cabaret Voltaire bietet dank seiner dadaistischen Geschichte den idealen Rahmen für derlei Experimente.
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Sun. 23. Apr. 2006 04:18 PM
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Ökonomie, Ideologiekritik, Philosophiemassaker und Politik
Donnerstag, 1. Juni, 20:00, Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, Zürich.
Volume 2
Jetzt gilt´s ernst. - Nachdem sich der revolutionäre Widerstand eben erst formiert und in glorreichen Wortgefechten die letzten Fesseln abgestreift hat, knöpfen wir uns nun die eigentlichen Gegner vor und tragen die Schlacht ins feindliche Lager. Gewohnt martialisch betreiben wir Ideologiekritik und erledigen den neoliberalen Kapitalismus sowie den religiösen Fanatismus mitsamt dem Bünzli-Nationalismus gleich auf einen Streich. Ospel kommt ans Kreuz, unsere religiösen Gefühle verschachern wir Aldi und die SVP wird nach China ausgelagert!
Eintritt: 15.-
Das Philosophiemassaker geht nach dem gelungenen Auftakt in die zweite Runde. Freunde der Metaphysik müssen sich jedoch noch gedulden, auch dieses Mal wird es um gesellschaftliche und politische Fragen gehen.
Der Anlass im Cabaret Voltaire ist Teil meiner aktuellen Versuchsreihe, neue Formen praktischer Philosophie zu entwickeln, mit denen sich auch ein nichtakademisches Publikum ansprechen lässt. Das Cabaret Voltaire bietet dank seiner dadaistischen Geschichte den idealen Rahmen für derlei Experimente.
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Thu. 23. Feb. 2006 04:30 PM
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Philosophiemassaker
Donnerstag, 16. März, 20:00, Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, Zürich.
Schluss mit den schöngeistigen Wohlfühl- und Schmuse- veranstaltungen! Philosophie muss auch weh tun können. Wir denken bis Blut fliesst!
Volume 1
Aus Anlass des ersten Zürcher Philosophiemassakers werden wir das tollkühne Abenteuer der totalitären Befreiung wagen. Gemeinsam werden wir dem Monster des entfesselten Kapitalismus in heftigen Diskursgemetzeln zu Leibe rücken, uns der heimtückischen Besatzer unseres Bewusstseins entledigen und wie immer das böse System stürzen. Wir basteln uns Sprengstoffgürtel aus Ideen und begehen kollektiven Selbstmord, wir verheddern uns in den Widersprüchen der Revolution, katapultieren uns nach Disneyland und verenden in der Auflehnung um ihrer selbst willen. Als Hauptpreis dieser glorreichen Unternehmung winkt die Erlösung von allem und die Erleuchtung für alle.
Eintritt: 15.-
Der Anlass im Cabaret Voltaire ist Teil meiner aktuellen Versuchsreihe, neue Formen praktischer Philosophie zu entwickeln, mit denen sich auch ein “philosophiefernes” Publikum ansprechen lässt. Das Cabaret Voltaire bietet dank seiner dadaistischen Geschichte den idealen Rahmen für derlei Experimente.
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