gewählter Tag:

gefundene Beiträge:

Philo mit der Kettensäge :: Das Zürcher Philosophiemassaker :: Vol. 7 :: Der Wahn der Vernunft :: Sa, 7. Februar, 20:00 :: Cabaret Voltaire

Liebe Philosophieinteressierte

Ich lade euch hiermit zum nächsten Philosophiemassaker ein. Wie immer gehts darum, anstelle schöngeistiger Reden von erlauchten Hochdenkern die ungeschliffenen Überzeugungen und Argumente des Publikums aufeinander prallen zu lassen, um im enthemmten diskursiven Schlagabtausch möglichst unerwartete Einsichten zu Tage zu fördern.

Zum Thema: Es gibt nur wenig, was den PhilosophInnen so lieb ist wie die Vernunft. In der abendländischen Philosophiegeschichte garantierte die Vernunft die Verheissung auf das Wahre, Schöne und Gute. Diesen herausragenden Status hat die Vernunft im letzten Jahrhundert eingebüsst, als zunehmend deutlich wurde, welche Verheerungen im Namen der Vernunft angerichtet werden können. Da der Verzicht auf die Vernunft keine echte Option ist, stellt sich die Frage nach der Stellung, die wir ihr heute einräumen wollen, und nach dem Verhältnis, das sie zu anderen Anteilen unserer Person einnehmen soll.

Unten gibt es noch den Programmtext. Ich freu mich auf euer Erscheinen.

Liebe Grüsse - imre

Das Zürcher Philosophiemassaker
Schluss mit den schöngeistigen Wohlfühl- und Schmuseveranstaltungen! Philosophie muss auch weh tun können. Wir denken bis Blut fliesst!

Volume VII: Der Wahn der Vernunft
Die Vernunft hat ihre unbestrittenen Verdienste. Leider verliert sie bisweilen das rechte Augenmass. Gönnen wir ihr doch einmal ein Nickerchen, wagen wir einen Blick hinter die Rockfalten ihrer normativen Strenge und frönen wir unseren verborgenen Gelüsten.

Beginn: 20:00 (7. Februar)
Eintritt: 15.-

Tags: ,
Keine Kommentare »

hirnblutung :: die Siebte :: die Zusammenfassung :: Wie vertragen sich Aufklärung und Religiosität?

Da die letzte Diskussion schon wieder eine Weile zurück liegt und weil ich selber versucht war, die Argumente ein wenig systematisch zu ordnen, will ich nicht dafür garantieren, dass der Text den Gesprächsverlauf korrekt wieder gibt. Ich hoffe, dass er das wenigstens sinngemäss tut. Ich hab mich zugegebenermassen ein wenig schwer mit ihm getan.
Die Diskussion unterschied sich im Vergleich zu den vorangegangen dadurch, dass einige der Anwesenden schon relativ klare Ansichten zum Thema hatten und diese auch in die Debatte einbrachten. Das trifft übrigens auch auf mich als Verfasser dieses Textes zu.
Das lag wohl nicht zuletzt daran, dass wir mangels Alternativen über das von mir im Netz vorgeschlagene Thema diskutierten. Ich hatte die Fragestellung folgendermassen formuliert:
„Kann man in der aufgeklärten Welt noch religiös/spirituell sein, ohne sich wieder hinter die Einsichten der kritischen Vernunft zurück zu begeben? Und wenn ja, wie?
Im Zuge des reaktionären Backlashs ist allerorts vom Revival der Religionen der Rede. Das könnte uns ja egal sein, wenn uns nicht auch im Privaten plötzlich vermehrt Menschen begegnen würden, die uns zu unserem grossen Erstaunen ihren Glauben bekennen. Also statt das Phänomen mit Desinteresse zu bestrafen, wäre es vielleicht angebracht, sich wieder einmal damit auseinanderzusetzen und sich dabei auch der eigenen Positionen zu vergewissern.
Die philosophische Aufklärung bezog einen grossen Teil ihres Antriebs aus der Bekämpfung religiöser Dogmen und Vorurteile, denen sie den mündigen Gebrauch der Vernunft entgegen setzte. Lässt sich Religiosität mit einem aufgeklärten Bewusstsein verbinden oder gibt es fundamentale Widersprüche, die einen dazu zwingen, religiöse oder spirituelle Überzeugungen und Ambitionen zugunsten eines aufgeklärt-atheistischen Weltbildes aufzugeben? Wie könnte/müsste eine aufgeklärte und undogmatische Religiosität aussehen?“ Weiterlesen »

Tags: , , , , , ,
4 Kommentare »